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Pastorale Notstandsgebiete – und was aus ihnen werden kann.

13. November 2012

In der katholischen Kirche Deutschlands geht ein Gespenst um: der Priestermangel. Kein fiktives Gespenst, sondern ein reales. Immer weniger Männer fühlen sich berufen, ein eheloses Leben zu führen und dieses ganz in den Dienst einer Gemeinde zu stellen. Darum selbst soll es hier nicht gehen, sondern um die Folgen für die Kirche am Ort, die mit immer weniger Pfarrern auskommen muss. Zudem ist das Geld knapp. Kirchenaustritte, Wirtschaftsprobleme und eine alternde, immer mehr ins Rentenalter vorrückende Gesellschaft führen zu geringeren Kirchensteuereinnahmen.  Auch die evangelischen Landeskirchen stehen vor ähnlichen Herausforderungen, wenn auch unter etwas anderen Voraussetzungen. Aber hier möchte ich die Dinge von katholische Seite beleuchten. Was übertragbar ist, ergibt sich von selbst.

Das Zauberwort, mit denen das Gespenst gebannt werden soll, heißt „Pastoraler Raum“.

Für die meisten beinhaltet der Begriff  zunächst  nicht mehr als eine Baustelle. Eine Baustelle allerdings, auf der sich, so Erzbischof Werner Thissen (Hamburg), die größte Strukturveränderung der katholischen Kirche seit dem Konzil von Trient (1545 – 1563, damals würde das flächendeckende Pfarrsystem geschaffen) abspielen soll. Ob es sich aber um Aufbau handelt, ist fraglich. Wahrscheinlicher ist der Rückbau. In der Wirtschaft gab es in den 70er Jahrten den Begriff „Gesundschrumpfen“. Für die Kirche ist er nicht passend. Eine Kirche, die schrumpft, ist nicht gesund. „Pastoraler Raum“ müsste also eigentlich „pastorales Notstandsgebiet“ heißen. Einen wirklichen Aufbruch in eine neues kirchliches Zeitalter proklamieren zu wollen, halte ich für Augenwischerei. Es geht um eine Notlage: der Mangel muss verwaltet werden.

Die Gedanken der Planer gehen  meistens in folgende Richtung:

Es wird nicht mehr einem Priester eine Gemeinde (Pfarrei) zugeordnet. Statt dessen bilden die Priester, Diakone und andere kirchliche Mitarbeiter Seelsorgeteams, die für eine größere Region, also etwa ein Dekanat, zuständig sind. Ob das Seelsorgeteam auch örtlich in einem Zentrum zusammengefasst wird oder dezentral residiert, ist zunächst mal offen, dazu später.

Auch sollen die Gemeinden, sofern sie als organisatorische Einheiten überhaupt noch existieren, nicht das ganze Spektrum der Pastoral abdecken, sondern Aufgabenschwerpunkte entwickeln, die sie für den ganzen oder einen bestimmten Bereich des pastoralen Raumes erfüllen.

Dabei werden folgende Probleme auftreten bzw. zu meistern sein:

Die Arbeit der Priester wird sich auf die den Priester vorbehaltenen Aufgaben einschränken, also auf das Zelebrieren der Messe und auf das Beichte hören. Sie werden zu Sakramenteuren. Das Priesteramt wird damit zusätzlich unattraktiv.

Im Gegenzug – und das muss nicht einmal ein Nachteil sein – wird das Amt der Diakone, sofern man welche hat, aufgewertet. Sie werden taufen, bei der Eheschließung assistieren und beerdigen. Obwohl das Amt des Diakons ja ein anderes sein soll als das eines Schmalspurpriesters. Auch die anderen Mitarbeiter, Gemeindreferenten, aber auch Ehrenamtliche, werden mehr und mehr in diese Aufgaben eingebunden. Der Weg führt unweigerlich von einer versorgten zu einer mitsorgenden Gemeinde, und das ist, ungeachtet der notgeborenen Umstände, positiv.

Der persönliche Bezug des Gläubigen zum Priester wird – insbesondere, wenn das Seelsorgeteam fernab zentral residiert – verloren gehen. Das kann dazu führen, das die Wertschätzung ihnen und der von ihnen gespendeten Sakramente gegenüber abnimmt. So nach dem Motto: „Was will der Fremde denn hier?“ Vergleichbar mit der immer wiederkehrenden Frage von Firmanden, was denn der Bischof bei der Firmung wolle, den sähe man doch sonst auch das ganze Jahr nicht.

Das Seelsorgeteam bekommt möglicherweise den Charakter eines Dienstleistungsbetriebes, dessen Service man zu bestimmten Anlässen (über eine Hotline?) anfordert.

Die Konzentration von Aufgaben und Aktivitäten an bestimmten ausgewählten Orten wird dazu führen, dass diese nur von verkehrstechnisch flexiblen Personen wahrgenommen werden. Also von Autofahrern und denen, die gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind. Die übrigen, darunter manche Alte und Behinderte, fallen möglicherweise weg.

Es besteht also die Gefahr, dass mit Preisgabe der lokalen Gemeindearbeit das katholische Leben als Ganzes wegbricht, so die verbreiteten Befürchtungen. Wenn aus pastoralen Räumen nicht katholikenfreie Räume werden sollen, gibt es noch reichlich Dinge zu regeln.

Aber spielen wir die Möglichkeiten der Veränderung mal durch und versuchen, Vor- und Nachteile abzuwägen.

Dabei sind, um Ordnung zu halten, Schubladen ganz gut. Nur, wenn mal etwas in Schubladen stecken will, was nur als Ganzes, als ein wie eine Stereoanlage miteinander verbundenes System funktionieren kann, wirds schwierig. Trotzdem: sehen wir uns mal einzelne Modelle an, die man dann ja später als Module eines Systems miteinander verkabelt werden können.
Als da wären:

Das boreale Modell

Boreas ist der Nordwind, boreal heißt nördlich. Reisen wir also mal dem Polarstern entgegen. Viele kennen die Schilderungen aus der extremen Diaspora, beispielsweise aus Norwegen. Da fahren die wenigen Katholiken Sonntag für Sonntag weite Strecken, oft weit über 100 km mit dem Auto, um in der einzigen katholischen Kirche der Region die Messe mitfeiern zu können.

Ein irrer Aufwand! Aber auch ein großer Zusammenhalt bei denjenigen, die diese Strapazen und Kosten(!) auf sich nehmen.

Auf unsere pastoralen Räume bezogen hieße das: ein pastoraler Raum wäre gleichbedeutend mit einer extrem großflächigen Pfarrgemeinde mit nur einem Gemeindezentrum und einer Kirche. Die Geistlichen und Hauptamtlichen würden zentral residieren. Der Vorteil wäre, dass die Kräfte gebündelt eingesetzt werden würden und die Kommunikationswege zwischen den Hauptamtlichen kurz wären. Die Gemeinde hätte ein erkennbares und (hoffentlich) identitätstiftendes Zentrum: „unsere Kirche“.

Problematisch wir es für diejenigen, die verkehrstechnisch nicht flexibel sind. Sei es, dass ihnen die Mittel (Auto, Spritgeld, Busanbindung usw.) fehlen, sei es, dass sie sich das körperlich nicht mehr zumuten können. Am ehesten ist das boreale Modell also noch in der Großstadt anwendbar.

Eine Gefahr besteht auch darin, dass zentral residierende Kirchenmitarbeiter den Bezug zum „flachen Land“, zum pagus verlieren. Das ist zur Zeit schon deutlich am Erzbistum Hamburg erkennbar. Die Bistumsverwaltung mit der Domkirche St. Marien hat sich den Spitznamen „Vatikan an der Alster“ eingefangen, ihn sogar mal selbst auf der eigenen Bistumswebseite benutzt. Der sarkastische Ton bei dieser Namensgebung ist den dortigen Herren aber verborgen geblieben: die basisfernen einsamen Entscheidungen der Bistumsleitung in ihrer „splendid isolation“…

Zurück zur Praxis: Wenn das boreale Modell unter ungünstigen Bedingungen verwirklicht werden muss, wird man vom regelmäßigen sonntäglichen Messbesuch absehen müssen. Die Messe wird zum herausgehobenen Ereignis an bestimmten Terminen des Jahres werden. Ein Ereignis, dass dann aufwändiger gestaltet wird und einen Rahmen auch außerhalb des eigentlichen Gottesdienstes bekommt. Weil Englisch dafür so schön griffig ist: die Messe wird zum event. Sie bekommt Kirchentagscharakter.

(Übrigens: Ähnliches hat es früher in Skandinavien auch schon mal gegeben. In Norrland waren die Anfahrten mit Fuhrwerken und Schlittengespannen zu den Gottesdiensten für die Einödbauern so lang und beschwerlich, dass sie nur zu bestimmten Terminen kamen, dann aber führ mehrere Tage blieben. Zur Übernachtung bauten sie für ihre Familien kleine Holzhäuser, die ein eigenes kleines Städtchen rings um die Kirche bildeten. Das war dann immer auch ein kleines gesellschaftliches Ereignis mit Markt (=“Messe“) usw.)

Dieses Event-Modell dürfte besonders für die sogenannten „Eventpilger“ interessant sein. Die Gefahr besteht, dass der trockene Glaubensalltag und die kontinuierliche Gemeindearbeit in pago aus dem Blick gerät.

Das Moped-Modell

Beim Moped-Modell reisen nicht die Gemeindekinder zu Pfarrkirche, sondern der Priester reist zu den Gemeindkindern, seien die  nun in klassischen Ortsgemeinden mit eigener Kirche, Graswurzelgemeinden, Familien, Konventen oder andere Gemeinschaften organisiert.

Das bekannte Bild: der Pfarrer mit einem klapprigen Moped auf einer schlammigen Piste in Brasilien. Es muss ja nicht unbedingt ein Moped sein, ich habe es erlebt, wie ein Bischof mit einem Mordsbrocken von Hubschrauber in ein kleines Dorf in Lappland einschwebte, um in einer winzigen Kirche Gottesdienst zu feiern. (Vor dem Gottesdienst stieg jemand aufs Dach, um das Rauchloch der mit Reisig und Rentierfellen ausgelegten Kothe aufzumachen.)

Vorteil: Der Geistliche bekommt mit, wie die Leute leben. Wenigstens spürt er die Schlaglöcher in den Knochen. Das müssen ja nicht nur die Schlaglöcher auf der Schotterpiste sein, das Leben der Leute hat ja auch so seine Unebenheiten.

Nachteil: vielleicht mehr als beim borealen Modell hat der Priester den Job des Sakramenteurs. Überall wird erst einmal eine Heilige Messe von ihm verlangt, es ist Beichte zu hören, Kinder sind zu taufen, Kranke zu salben, Tote zu be… – nein, die lässt man hoffentlich nicht so lange liegen, das Beerdigen machen Laienhelfer!

Teilweise haben wir das ja schon, wenn ein Pfarrer drei oder mehr Gemeinden am Sonntag abklappert. Wenn es schlimmer wird, – EB Thissen erzählte ganz „ermutigend“ von einem Besuch in einem mexikanischen Armenviertel, wo alle Vierteljahr mal ein Priester vorbei kommt – bricht der Kontakt zu den Gemeindegliedern ab, man kennt sich nicht mehr.

Die Messe, die bislang Mitte und Kraftquelle katholischen Lebens war, wird zum Ausnahmefall.

Ja, es wird gerne auf Lateinamerika verwiesen, wenn sich bei uns jemand über die dünner werdende Luft beschwert. Aber gerade das, nehmen wir das Beispiel Brasilien, bereitet mir Bauchschmerzen. Offensichtlich wird dort das Kirchenvolk nicht mehr (ausreichend) vom katholischen Glauben durchdrungen. Dort schießen die Freikirchen wie Pilze aus dem Boden. Das können sie doch nur, weil ein Glaubensvakuum da ist, in das sie hineinstoßen können. Oder?

Der Gedanke „Wenn keine lebensfähige, real existierende Gemeinde der RKK da ist, dann machen wir das eben ohne Priester alles selbst“, fördert diese Entwicklung. Dabei habe ich nicht einmal etwas gegen Freikirchen, aber manche schrammen m. E. ziemlich am Rande dessen, was man noch christlich nennen darf. („Gott will, dass du reich wirst!“ Finanziell gesehen, wohlgemerkt).

Das Kirchturm-Modell

Mit Kirchturm-Modell meine ich die Beibehaltung der klassischen territorialen Ortsgemeinde, die, ohne eigenen Priester, aber keine Pfarrei mehr ist. Im Grunde ist das die Situation, die wir in der Diaspora zur Zeitoft  schon haben.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
Personal, Strukturen und Gebäude sind vorhanden. Es müsste zwar einiges verändert, aber kaum etwas neu erfunden werden. Verständlich, dass das von den meisten Betroffenen favorisiert wird. Mit einer eigenen Kirche und dem Gemeindezentrum hat die Gemeinde einen auch im Ortsbild deutlich erkennbaren Lebensmittelpunkt (deswegen: Kirchturm-Modell).
Die Wege für die Gläubigen bleiben im gewohnten Rahmen.
Für Neubürger und Reisende ist sie schnell zu finden. (Immer, wenn ich umgezogen war, suchte ich „meine“ zukünftige Gemeinde auf dem Stadtplan.)

Da die Kirchengebäude als Ort der Liturgie vorhanden sind, bietet sich die Kombination mit dem Moped- Modell, ich sollte jetzt vielleicht lieber Moped-Modul sagen, an.

Die Nachteile sind ebenso klar:
Ein großer Aufwand an Personal und Kosten. (Bei uns: 300 000 € p. a. für eine relativ lebendige Gemeinde mit großer Kirche, 30 000 € p. a. für eine von einer Betreuerfamilie betreuten Filialkirche)

Das ist nur mit hohem persönlichen Einsatz zu stemmen. Also einem freiwilligen Kirchgeld, regelmäßigen Spenden und vor allem ehrenamtlichem Engagement. Die Gefahr, dass sich die Gläubigen der Illusion einer versorgten statt dem Ideal einer sorgenden Gemeinde hingeben, ist angesichts der Fassade intakter Strukturen sehr groß. Aber diese Seifenblase platzt schnell!

Ganz konkret: Bei uns in der Stadt wurde vor wenigen Wochen eine Gemeindekirche abgerissen und das Gemeindegebiet einer benachbarten Pfarrei zugeschlagen. Gründe: zu hohe Renovierungskosten, schlapper Gottesdienstbesuch (bei dem Pfarrer kein Wunder!). Engagement? Ja, zum Heckeschneiden und Rasenmähen findest du immer jemanden. Aber den Kommunionunterricht selber machen, in die Firmkatechese einsteigen, Krankenbesuchsdienst übernehmen??? — Pause! Klar, dass der Laden dichtgemacht wird. Das Dumme: Ein Neuanfang wäre schwierig. Selbst wenn da plötzlich ein Trupp hoch motivierter Leute aufkreuzen würde, – die Kirche ist weg! Die kann man nicht eben mal neu bauen. Und mit der Kirche ist auch die Kinder- und Jugendarbeit, die Katechese, die Liturgie, der Ansprechpartner am Ort weg.

Ich habe die Zahlen nicht vorliegen, aber ich könnte wetten, die Instandhaltungskosten für unsere inzwischen 100 Jahre alte Kirche (eine ewige Baustelle) sind mindestens eben so hoch wie bei der eben genannten. Warum knipst der Bischof nicht auch bei uns das Licht aus? Eigenlob stinkt, trotzdem: Auf der Liste der Ehrenamtlichen stehen wohl über 200 Namen. Nur die irgendwie registrierten, es gibt ja auch die unsichtbaren Geister. Da passiert schon einiges.

Aber man muss schon ordentlich kämpfen. Eine andere kleine Gemeinde – eigentlich schon in der Pampa – hat es geschafft: die Kirche bleibt im Dorf! Aber dazu muss man sie mit Leben füllen. Erzbischof Thissen  hat sein Kriterium genannt: Eine Kirche, in der täglich gebetet wird (also irgendein Gottesdienst, eine Andacht o. Ä. stattfindet), wird nicht geschlossen.

 Das Graswurzel-Modell

 Der Begriff „Graswurzelkirche“ stammt aus China. In der Zeit der großen Repression der Religionen bildeten sich überall im Land kleine christliche Zellen. Meist hatten sie weder eine Kasse oder einen eigenen Versammlungsraum, nichts, was das Regime hätte konfiszieren können. Man traf sich in den Häusern einzelner Christen.

Solche Basisgemeinden gibt es vielerorts besonders in den armen Ländern, – Lateinamerika hatte ich ja schon erwähnt. Auch Hauskreise, die hierzulande bei Freikirchen populär sind, funktionieren ähnlich.

Das Gewinnende an Graswurzelgemeinden ist, dass sie im Grunde den urkirchlichen Hausgemeinden entsprechen und von da her schon eine sehr starke Existenzberechtigung haben. Mit dem Leben aus der Heiligen Schrift heraus und der Einfachheit haben sie den Charme archaischer Gottunmittelbarkeit.

Dieses Modell ist mit jedem anderen der oben genannten Modelle kombinierbar.

Der Aufwand ist nicht groß: Man braucht etwas Organisationstalent, einen Gastgeber, dessen Wohnzimmer zwölf Menschen Platz bietet, eine Kerze, für jeden eine Bibel. Wer es aufwändiger möchte, kann noch mit Tee und Keksen für eine kleine Agape sorgen und es kann losgehen.

Als eine in Übersee bewährte Arbeitsweise hat sich das Bible-sharing bewährt, eine von Laien geleitete quasi liturgische Bibelmeditation, die dann aber in konkrete Alltagsfragen und ihre Bewältigung hineinführt.

Aber halt! Es gibt auch Nachteile. Die aus meiner sicht gravierendste Problematik wäre, dass ein kleiner Kreis, wenn er sich nicht nur als Konventikel, sondern als Lebensgemeinschaft versteht, ein Stück weit die Aufgabe von Intimität zu Gunsten der Gruppe verlangt. Das verträgt sich weder mit modernen westeuropäischen Individualitätsvorstellungen noch mit der typisch deutschen biedermeierlichen Abgeschlossenheit der Kernfamilie. In den Ursprungsländern der Basisgemeinden ist das anders, auf dem Dorf kennt sowieso jeder jeden Tratsch. Und wer ohnehin keine Fenster in der Hütte hat, kann auch keine Gardinen vor ziehen.

Kleine Gruppen können durch charismatische und motivierte Christen eine ungeheure Dynamik entwickeln. Aber sie können auch durch Sonderlinge und Querulanten ins Schleudern gebracht werden. Die Gefahr, dass sich Cliquen bilden, ist groß. Etwa, in dem sich einander sympathische Leute nach eigenem Gusto zusammen tun, andere aber keinen Anschluss finden.

Nächste Gefahr: Dass solche Gruppen ein konventikelhaftes Eigenleben entwickeln und sich von der Kirche als Ganzes abkapseln. Organisatorisch, sozial, theologisch. Der Schritt zur Freikirche ist dann nicht mehr weit. Auch nicht zu dem Wunsch, hier Eucharistie zu feiern, selbst wenn ein geweihter Priester nicht greifbar ist.

Es braucht also doch mehr als Kerze und Kekse. Als da wären eine gediegene Ausbildung von Mitarbeitern in Sachen Menschenkunde, Seelsorge, Pädagogik (schließlich könnte in diesem Rahmen auch die Kinder- und Jugendkatechese ablaufen!), Basistheologie und „kleiner“ Liturgie. Musik nicht zu vergessen, wer kann Gitarre spielen?

Auf jeden Fall müssten auch Graswurzelgemeinden im Pastoralen Raum  stark miteinander vernetzt sein. Das Bistum bzw. das Dekanat hätte die Rahmenbedingungen zu schaffen, diese ständig zu evaluieren und wäre für Supervision verantwortlich.

Also: Es gibt viel nachzudenken!

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